Lehrer streiken wegen sinkender Reallöhne
In Tschechien bleibt heute ein Großteil der Schulen geschlossen.
An dem eintägigen Streik beteiligen sich nach Angaben der Gewerkschaften rund 6000 Kindergärten, Grund- und Mittelschulen mit insgesamt mehr als 130.000 Beschäftigten. Bildungsminister Ondřej Liška (Grüne) traf an einem Fuball: EM in sterreich und der Schweiz ...
Fussball-EM: Lw verzichtet auf Torhter Hildebrand ... Prager Gymnasium mit streikenden Lehren zusammen. Mit dem Ausstand wollen die Gewerkschaften ihre Unzufriedenheit mit den Gehaltsbedingungen im Bildungswesen vor allem der Regionen zum Ausdruck bringen. Nach ihren Angaben sind in diesem Jahr wegen der hohen Inflation die Reallöhne der Beschäftigten im Bildungswesen rückgängig. Die Gewerkschaften fordern eine Erhöhung des Budgets für das regionale Schulwesen um drei Milliarden Kronen (120 Mio. Euro), das Ministerium hat eine halbe Milliarde bewilligt.
Arbeitslosigkeit sinkt auf 5 Prozent – Rückgang aber langsamer als erwartet
Die Arbeitslosigkeit ist in Tschechien im Mai auf 5 Prozent gefallen. Das sind 0,2 Prozentpunkte weniger als im Vormonat und der niedrigste Wert der vergangenen zehn Jahre. Die aktuellen Zahlen gab heute das Arbeits- und Sozialministerium bekannt. Experten hatten ursprünglich einen Wert unter der Fünf-Prozent-Schwelle erwartet. Seit einigen Monaten sei zu erkennen, dass sich der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Zuge des allgemein abflauenden Wachstumstempos verlangsame, hieß es dazu von Analysten der führenden Bankhäuser. Als Arbeit suchend sind derzeit in Tschechien 281.126 Menschen gemeldet.
Havlíčkův Brod: Mutmaßlicher Mörder des kleinen Jakub in Haft
Der mutmaßliche Mörder des kleinen Jakub aus Havlíčkův Brod, ein 43-jähriger Slowake, ist heute dem Haftrichter vorgeführt worden. Der Mann hatte die Polizei nach seiner gestrigen Festnahme zu dem Versteck der Leiche des neunjährigen Jungen geführt, der seit dem 4. Mai vermisst worden war. Wie die Polizei mitteilte, habe der 43-Jährige mit dem Jungen auf einem Spielplatz Kontakt aufgenommen und ihn in seine Wohnung gelockt. Später habe er den Jungen vergewaltigt, umgebracht und die Leiche in einem Waldstück in der Nähe von Havlíčkův Brod versteckt. Der Mann, der bereits in der Slowakei wegen Sexualdelikten verurteilt worden war, hielt sich illegal in Tschechien auf und wurde auch von slowakischen Behörden gesucht. Ihm drohen mindestens 12 bis 15 Jahre Haft.
Topolánek bindet Fortbestehen der Koalition an Reformprogramm
Premier Mirek Topolánek hat gestern das Fortbestehen der Koalition an die Fortsetzung der Reformen gebunden. In einer Diskussionssendung des Tschechischen Fernsehens sagte Topolánek, er werde mit allen Koalitionsabgeordneten verhandeln, die die Regierung zuletzt nicht unterstützt haben. Wenn die Koalition aber das Reformprogramm nicht fortführen werde, habe sie ihr Recht auf die Regierung verloren. Möglicher Ausweg sei dann eine Minderheitsregierung, so Topolánek. Abweichler aus allen drei Koalitionsparteien hatten die Regierung in den zurückliegenden Tagen mehrfach in Bedrängnis gebracht. Die Koalition verfügt nur über zwei Stimmen mehr als die Opposition.
Justizmafia-Urteil: Generalstaatsanwältin Vesecká lehnt Rücktritt ab
Generalstaatsanwältin Renata Vesecká will nicht von ihrem Amt zurücktreten, obwohl das Prager Bezirksgericht in der vergangenen Woche festgestellt hatte, dass Vesecká und fünf andere Spitzenvertreter der tschechischen Justiz unrechtmäßig in mehrere prominente Verfahren eingegriffen haben. Veseckás Amtsvorgängerin Marie Benešová muss sich daher nicht für ihre Äußerungen über eine Justizmafia entschuldigen. Vesecká bezeichnete das Urteil gestern im Tschechischen Fernsehen als fehlerhaft und politisch motiviert. Premier Mirek Topolánek und Justizminister Jiří Pospíšil haben sich vorläufig gegen eine Abberufung Veseckás ausgesprochen. Die Grünen wollen das Thema am Montag im Kabinett auf den Tisch bringen.
Prager Oberbürgermeister Bém lenkt im Theater-Streit ein
Der Prager Oberbürgermeister Pavel Bém hat angekündigt, bei der Förderung der Prager Theater die umstrittene Verknüpfung mit der Zahl der verkauften Eintrittskarten aufzugeben. Nachteil des gegenwärtigen Systems sei, dass es keinen Unterschied zwischen kommerziellen und nicht-gewinnorientierten Bühnen mache, so Bém. Städtische Fördergelder hatten deshalb auch Theater bekommen, die sich fast ausschließlich an Touristen wenden, während zugleich zahlreiche traditionelle Prager Bühnen vor dem Aus stehen. Gegen die seit Jahresbeginn bestehenden Förderrichtlinien hatte es vehemente Proteste in der Prager kulturellen Öffentlichkeit gegeben. Eine ebenfalls geforderte Abberufung von Kulturstadtrat Milan Richter (ODS) lehnte Bém aber ab.
Rakovník: acht Verletzte bei Autounfall
Acht Verletzte, darunter eine Schwerverletzte, hat gestern ein Zusammenstoß zweier Personenwagen in der Nähe des mittelböhmischen Rakovník gefordert. Einer der Wagen hatte nach dem Unfall Feuer gefangen. Eine 21-jährige Frau musste mit schweren Kopfverletzungen per Hubschrauber ins Prager Militärkrankenhaus gebracht werden. Unfallursache war offenbar Missachtung der Vorfahrt.
Das Wetter
In Tschechien bleibt es zu Wochenbeginn unverändert bewölkt, im Süden und Osten des Landes ist mit Schauern und Gewittern zu rechnen. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen 22 bis 26 Grad Celsius.
(radio Prag)
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