Der Geburtsort des tschechischen Komponisten Bedřich Smetana, die ostböhmische Stadt Litomyšl / Leitomischl wird in den nächsten Tagen im Zeichen des internationalen Opernfestivals stehen.
Der 50. Jahrgang von „Smetanas Litomyšl“, wie das zweitälteste Musikfestival des Landes heißt, wird am Mittwoch mit Smetanas Oper „Libuše“ (Libussa) feierlich eröffnet. Die Hauptrolle wird die weltbekannte tschechische Sopranistin Berliner Philharmonie erffnet mit Mendelssohn- Bartholdy und Brahms ...
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Kurz vor der Festivaleröffnung sind von den insgesamt rund 20.000 Karten nur noch einige Hundert im Verkauf, sagt der künstlerische Leiter des Festivals, Vojtěch Stříteský. Ein Konzert wird diesmal außerhalb von Litomyšl veranstaltet: in Svitavy / Zwittau. In dieser Stadt, so Stříteský, hätten sich in der Geschichte die Elemente der tschechischen, sudetendeutschen sowie jüdischen Kultur vermischt.
„Wir haben für Svitavy ein Programm vorbereitet, in dem beispielsweise die Suite von John Williams aus Spielbergs Film ´Schindlers Liste´ erklingen wird. Denn Schindler stammte aus Svitavy. Im Konzert wird die Musik von Miloslav Kabeláč gespielt, einem tschechischen Komponisten, der vor 100 Jahren geboren wurde und sowohl vom Nazi-Regime, als auch vom kommunistischen Regime verfolgt wurde. Und nicht zuletzt wird Musik von Gustav Mahler erklingen, der aus dem nicht so weit entfernten Kaliště / Kalischt stammte. Der Star des Abends wird die Mezzosopranistin Dagmar Pecková sein.“
Bereits traditionell arbeitet das Prager Nationaltheater mit dem Festival in Litomyšl zusammen. Für den Jubiläumsjahrgang hat das Nationaltheater eine Neuinszenierung von Smetanas „Verkaufter Braut“ vorbereitet. Einstudiert hat die Oper die junge Regisseurin Magdalena Švecová. War es nicht schwierig, die Regie einer so populären Oper zu führen?
“Ja, schon. Es ist für mich sehr schwer. Am Anfang habe ich nicht geglaubt, dass es so schwer sein wird, aber jetzt ist es schon ganz klar. Jeder Sänger, jeder Musiker und zweifelsohne auch jeder Zuschauer hat seine eigene Vorstellung darüber, wie die Oper aussehen soll. Man muss die Augen schließen und arbeiten und arbeiten und sich Mühe geben. Natürlich gibt es hier Einflüsse von Inszenierungen, die ich gesehen habe. Trotzdem muss man aufmerksam die Musik hören und in der Musik kann man immer etwa Neues, etwas Schönes und Interessantes finden, und darauf kann man sich konzentrieren.“
Die Neuinszenierung der Verkauften Braut wird am 20. Juni im Schlosshof in Litomyšl ihre Premiere erleben. Smetanas Litomyšl dauert vom 18. Juni bis zum 5. Juli.
(radio-Prag)
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