Die Soldaten seien in die Region Arghandab eingerückt, erklärte NATO-Sprecher Mark Laity am Mittwochmorgen (18.06.2008). "Seit heute Morgen haben wir die Operationen in Arghandab ausgeweitet", sagte Laity.
Ein Sprecher des afghanischen Außenministeriums erklärte, die afghanischen Streitkräfte hätten genügend Soldaten, um die Aktion durchzuführen. In der Region sollen sich nach Angaben des Verteidigungsministeriums 300 bis 400 Kämpfer aufhalten.
Am Mittag meldete das afghanische Außenministerium bereits erste Tote. Mindestens 20 Aufständische seien bei einem NATO-Luftangriff ums Leben gekommen. Drei weitere Rebellen und zwei afghanische Soldaten seien bei Gefechten in der Provinz Kandahar gestorben.
Tausende Menschen auf der Flucht
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Georgien will KFOR-Soldaten aus dem Kosovo abziehen ... auf das Gefängnis wurden hunderte Taliban befreit Die Taliban versuchen seit längerem, Arghandab unter ihre Kontrolle zu bringen. Die Region gilt als strategisch wichtig. Die Taliban könnten von dort auch Angriffe auf das 15 Kilometer entfernte Kandahar starten, die frühere Hochburg der Extremisten.
Die Taliban-Kämpfer hatten zuvor Brücken zerstört und Minen gelegt, offenbar um sich auf neue Gefechte vorzubereiten. Die Polizei erklärte, mehr als 700 Familien, also rund 4000 Menschen, seien bereits aus dem Bezirk Arghandab geflohen.
Wenige Tage zuvor hatten die Taliban bei einem Großangriff auf ein Gefängnis rund 400 Aufständische befreit. Einige der Befreiten sollen sich den Kämpfern in Arghandab angeschlossen haben. (kas)
(Deutsche Welle)
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