Kreissl-Dörfler: Damals waren die Anstürme durchaus größer: Tausende haben in den marokkanischen Wäldern gewartet.
Diesmal ist der Ansturm schon wesentlich geringer. Und es hat sich auch einiges getan zwischen Spanien und Marokko.
Außerdem hat die EU der marokkanischen Regierung Gelder zur Verfügung gestellt: Für die Lager in Marokko, um dort menschenwürdige Verhältnisse zu schaffen, und um die Grenzarbeit der Marokkaner zur verbessern. Da muss man jetzt nochmal nachfragen, was damit passiert ist. Im Moment kann ich das von hier nicht sagen.
Doch, natürlich sehe ich Handlungsbedarf. Nur das Problem löst sich nicht von heute auf morgen. Wir Das Wetter in Deutschland: Meist wolkig und trocken ...
Parlamentswahl in Äquatorial - Guinea ...
Frankreichs Defizit zu hoch ... werden es nicht grundsätzlich lösen. Es wird immer einen bestimmten Anteil illegaler Immigranten geben. Damit muss man leben und entsprechend umgehen.
Bildunterschrift: Die spanischen Enklaven Ceuta und Mellila zählen je 70.000 Einwohner
Das Problem ist, dass Melilla - und Ceuta auch - spanische Enklaven sind: 13 und 15 Quadratkilometer groß, umgeben von marokkanischem Territorium. Wir sprechen hier also nicht von einem großen Land, wo man ungehindert über eine grüne Grenze gehen kann. Melilla ist umgeben von einer großen Zaunanlage. Das ist eine besondere Situation für die Bevölkerung und für die Flüchtlinge.
Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Afrikanische Flüchtlinge in Melilla stehen Schlange an einer Essensausgabe Richtig, das Problem wird sich nie hundertprozentig lösen lassen, auch wenn man noch so viele Möglichkeiten für legale Migration schaffe. Es werden immer noch genug Menschen übrig bleiben, die es nicht geschafft haben und versuchen, illegal einzuwandern. Und: Wenn ich in deren Situation wäre, würde ich es auch versuchen, mein Land zu verlassen. Entscheidend ist, wie man dann mit den Flüchtlingen umgeht.
Und was die aktuelle Lage in Melilla angeht: Wir werden das im Innenausschuss des Europaparlaments am Mittwoch (25.06.2008) zur Sprache bringen und auch bei der spanischen Regierung genau nachfragen.
(Deutsche Welle)
more info >>
<< Back
