ANKARA: Im Verbotsprozess gegen die türkische AKP-Partei von Ministerpräsident Tayyip Erdogan haben Vertreter der Partei mit der mündlichen Verteidigung vor dem Verfassungsgericht in Ankara begonnen.
In einer nichtöffentlichen Sitzung erklärten sie, warum sie den Islamismus-Vorwurf für ungerecht halten. Das Schlussplädoyer der AKP werde mehrere Stunden dauern, berichten Fernsehsender. Ein Urteil wird in den kommenden Wochen erwartet. Außerhalb des Gerichts verschärften sich die Auseinandersetzungen zwischen AKP und Oppositionsparteien weiter. Nach der Festnahme von mehr als 20 prominenten Anhängern der Opposition verglich Oppositionsführer Deniz Baykal, Vorsitzender der Republikanischen Volkspartei, den Polizeieinsatz mit der Verfolgung in Deutschland zur Zeit der Nationalsozialisten. Den Festgenommenen wird vorgeworfen, einen Putsch geplant zu haben.
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