Die US-amerikanische Außenministerin Condoleezza Rice ist in Prag.
Der Hauptvertrag über die Stationierung des Raketenabwehrradars in Mittelböhmen ist fertig ausgearbeitet. Er wartet heute auf die Unterschriften von Rice und ihrem tschechischen Amtskollegen Karel Schwarzenberg. In den aktuellen Umfragen zeigt sich, dass immer noch gut zwei Drittel aller Tschechen gegen das US-Radar sind. Julia Nesswetha hat sich für Radio Prag und mit dem Mikrofon noch einmal unter das Volk gemischt und Vox populi eingefangen.
„Also unter uns gesagt, mir macht es nichts aus, wenn hier das Radar stehen wird. Die USA haben in der Geschichte viel für uns getan und jetzt tun wir Rice schließt militärische Option gegen den Iran nicht aus ...
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US-Militär hält Deutschen in Kabul fest ... eben etwas für die USA,“ sagt dieser Mann Mitte 50.
Auch ein Elektriker in Rente meint, dass das Radar für die Zusammenarbeit zwischen Tschechien und den USA wichtig sei:
„Das ist ein technischer Fortschritt, den wir nutzen müssen. Ich habe meinen Grundwehrdienst auch auf einer Radarstation gemacht und ich bin Elektriker. Ich kenne also dieses Gebiet sehr gut. Ich glaube, dass die Zusammenarbeit richtig ist und dass sie nicht nur von militärischer Bedeutung sein wird.“
Und auch jüngere Leute sind nicht per se gegen das Radar in Tschechien, selbst, wenn es manchmal an Argumenten fehlt:
„Ich bin für das Radar, denn ich denke, dass es für die Tschechische Republik nur Gutes bringt. - Warum? Tja, ich weiß nicht. Ich glaube einfach, dass es etwas Positives bringt.“
„Mir gefällt das nicht und darauf habe ich ein Recht,“ sagt dieser Mann um die 50 und auch eine etwa 10 Jahre jüngere Frau ist skeptisch, was eine Zukunft mit dem Radar betrifft:
„Also ich finde das nicht so gut. Erst waren die Russen hier, jetzt kommen die Amerikaner und die Russen drängeln sich noch als Kontrolleure dazwischen.“
Auch eine Rentnerin hält das Radar für keine gute Sache:
„Das verstärkt doch noch mehr die Tatsache, dass sich die Menschen weniger vertrauen und nur noch abwarten werden, was passiert.“
Dieses Ehepaar hingegen ist sich einig:
„Ich glaube, dass das richtig ist. Wir können sagen, was wir wollen, die Bedrohung besteht“, meint der Mann und seine Frau stimmt ihm zu: „Ja, ich glaube auch, dass das richtig ist.“
(radio-Prag)
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