BERLIN: Die Bundesregierung hat den geplanten Einbürgerungstest verteidigt.
Kenntnisse über die Bundesrepublik seien unverzichtbar, sagte die Bundes-Integrationsbeauftragte Maria Böhmer bei der Vorstellung einer Informationsbroschüre zur Einbürgerung. Sie forderte die lange in Deutschland lebenden Ausländer auf, Deutsche zu werden. Das Bundesinnenministerium bestritt, dass in dem Test auch "Gewissensfragen" abgeprüft würden. Der Zentralrat der Juden in Deutschland kritisierte, es zeuge von einem seltsamen Geschichtsverständnis, wenn in den 320 Fragen das Wort Holocaust nicht vorkomme. Vertreter der Muslime bezeichneten einige Fragen als ideologisch gefärbt. Mit dem Test sollen ab September Kenntnisse des Staatssystems und der Geschichte Deutschlands nachgewiesen werden.
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